Der
Beginn
aller Reisen…
Als es endlich losgehen soll, bin ich natürlich mal wieder auf den letzten Drücker unterwegs. Versteh ich gar nicht. 36 Jahre, und immer noch könnte ich theoretisch die letzte Nacht durchmachen, weil die Liste der Dinge, die ich eigentlich noch erledigen will, immer länger wird. Mein innerer Monk würde am liebsten die Wohnung grundsanieren, als ob ich damit rechne, nie wiederzukommen. Gerade, dass ich nicht noch mein Testament schreibe.
Egal, da muss man durch; sobald ich im Flugzeug sitze, ist es ja zum Glück vorbei. Während ich mich gefühlt seit MONATEN auf diese Reise vorbereite, fängt Beni am Morgen des Abreisetages an zu packen. Ich weiß nicht, ob ich neidisch oder sauer auf diese dreiste Golden-Retriever-mäßige Gelassenheit sein soll.
Chaotisch wird es aber bei uns beiden. Wir sind beide am Zweifeln, wie viel jeder von uns braucht. Jedes Gramm zählt, denn wir reisen die nächsten Monate nur mit Handgepäck und so eine Unterhose ist erstaunlich schwer, wenn man nur sieben Kilo dabei haben darf.
Also wenig Unterwäsche. Dafür packen wir zum Ausgleich so viele Durchfallmedikamente ein, als hätten wir vor, uns jeden Tag mindestens drei Mal in die Hose zu machen.
Aus irgendeinem Grund kommen wir auf die Idee, auf dem Weg zum Flughafen noch darüber zu diskutieren, ob wir uns eigentlich gegen irgendwas hätten impfen sollen? Professionell vorbereitet. Haha, egal. In welches Land fliegen wir noch mal?







